Wenn Ihr chinesischer Lieferant die Ware nicht geliefert, minderwertige Produkte geliefert oder die Rückerstattung verweigert hat, haben Sie das Recht, über das chinesische Justizsystem rechtliche Schritte einzuleiten. Auch wenn das Verfahren zunächst kompliziert erscheinen mag, arbeiten Chinas spezialisierte Mittlere Volksgerichte und Internetgerichte zunehmend effizient bei der Bearbeitung internationaler Handelsstreitigkeiten.
Hier ist der schrittweise rechtliche Prozess, um einen säumigen Lieferanten zur Rechenschaft zu ziehen.
Schritt 1: Vorläufige rechtliche Prüfung und BeweissammlungBevor Sie Klage einreichen, müssen Sie Ihre Beweise zusammentragen. In China hat der schriftliche Beweis höchste Priorität .
Die Bestellung (PO) oder der Vertrag: Stellen Sie sicher, dass er den „Firmenstempel“ (offiziellen roten Stempel) des Lieferanten enthält.
Zahlungsnachweis: Banküberweisungsbelege (SWIFT-Quittungen).
Kommunikationsaufzeichnungen: Gespeicherte E-Mails, WeChat-Verläufe oder WhatsApp-Nachrichten, in denen die Standardeinstellung besprochen wird.
Identität des Beklagten: Sie benötigen den korrekten chinesischen Namen des Lieferanten. Ein englischer Name ist vor chinesischen Gerichten in der Regel nicht ausreichend.
Oft genügt ein formelles Anwaltsschreiben in chinesischer Sprache, ausgestellt von einer zugelassenen chinesischen Anwaltskanzlei, um den Streit beizulegen. Es signalisiert dem Lieferanten, dass Sie es ernst meinen und auf einen Rechtsstreit vorbereitet sind. Viele Lieferanten einigen sich in diesem Stadium, um Gerichtskosten und das Risiko einer Aufnahme in die „Schwarze Liste unredlicher Unternehmen“ zu vermeiden.
Schritt 3: Zuständigkeit feststellenSie müssen entscheiden, wo Sie die Klage einreichen.
Vertragliche Vereinbarung: Prüfen Sie, ob Ihr Vertrag ein Gericht oder eine Schiedskommission (z. B. CIETAC) vorsieht.
Standardgerichtsbarkeit: Wenn der Vertrag keine Regelung enthält, wird die Klage in der Regel bei dem Gericht eingereicht, bei dem der Beklagte seinen Sitz hat oder bei dem der Vertrag erfüllt wurde.
Wenn Sie als ausländische juristische oder natürliche Person ein chinesisches Unternehmen verklagen, müssen Ihre Identitätsdokumente (Gründungsurkunde, Vollmacht) in Ihrem Heimatland notariell beglaubigt und von der chinesischen Botschaft oder dem Konsulat authentifiziert werden (oder gegebenenfalls die Bestimmungen des Haager Übereinkommens zur Befreiung ausländischer öffentlicher Urkunden von der Legalisation beachten).
Hinweis: Dieser Vorgang kann 2–4 Wochen dauern und ist zwingend erforderlich, damit das Gericht Ihre Einreichung annimmt.
Schritt 5: Einreichung der Klage und vorprozessuale MediationSobald Ihre Unterlagen eingereicht und die Gerichtsgebühr bezahlt sind, wird das Gericht den Fall offiziell registrieren. Die meisten chinesischen Gerichte ordnen anschließend eine vorgerichtliche Mediationsphase an , in der ein vom Gericht bestellter Mediator versucht, eine Einigung zwischen Ihnen und dem Lieferanten zu erzielen.
Schritt 6: Prozess und UrteilWenn die Mediation scheitert, kommt es zum Prozess.
Sprache: Die offizielle Gerichtssprache ist Chinesisch. Alle fremdsprachigen Beweismittel müssen von einem gerichtlich beeidigten Übersetzer übersetzt werden.
Vertretung: Ausländer müssen nicht anwesend sein, wenn sie einen in China zugelassenen Rechtsanwalt mittels einer Vollmacht bevollmächtigt haben, in ihrem Namen zu handeln.
Den Prozess zu gewinnen ist nur die halbe Miete. Weigert sich der Lieferant, den gerichtlich angeordneten Betrag zu zahlen, muss Ihr Anwalt die Zwangsvollstreckung beantragen . Das Gericht hat folgende Befugnisse:
Die Bankkonten des Lieferanten einfrieren.
Beschlagnahme und Versteigerung ihrer Fabrikausrüstung oder ihres Warenbestands.
Dem gesetzlichen Vertreter des Unternehmens ist die Nutzung von Hochgeschwindigkeitszügen und Flugzeugen untersagt.
Die Navigation durch das chinesische Rechtssystem erfordert lokales Fachwissen und eine globale Perspektive. Unser Team ist spezialisiert auf:
Sorgfaltspflicht gegenüber Lieferanten: Streitigkeiten vorbeugen, bevor sie entstehen.
Schnelle Vermögenssperre: Verhinderung der Überweisung von Geldern durch den Lieferanten vor dem Prozess.
Zweisprachige Prozessführung: Wir halten Sie während des gesamten Prozesses in Ihrer Muttersprache auf dem Laufenden.
Lassen Sie sich nicht von einem zahlungsunfähigen Lieferanten in Ihrem Geschäft ausbremsen. Kontaktieren Sie uns noch heute für eine kostenlose Erstberatung.






























