Deutschland (BGB): Verwendet das „Pandektistensystem“ mit fünf Büchern.¹ Es ist stark abstrakt und basiert auf einem „Allgemeinen Teil“ , der für alle anderen Abschnitte gilt.²
+1
China (Zivilgesetzbuch): Obwohl es den Allgemeinen Teil übernimmt, ist das chinesische Gesetzbuch stärker integriert. Es fasste mehrere zuvor eigenständige Gesetze zusammen (wie das Vertragsrecht und das Deliktsrecht) .³ Für einen deutschen Juristen wirkt das chinesische Gesetzbuch moderner, aber weniger abstrakt als das BGB.
Deutschland: Erkennt das Privateigentum an Grundstücken an. 4. Sie können den Boden unter Ihren Füßen für immer besitzen.
China: Alles Land ist im Besitz des Staates oder von Kollektiven . 5
Der Unterschied: In China besitzen Privatpersonen und Unternehmen lediglich „Landnutzungsrechte“ (in der Regel für 40, 50 oder 70 Jahre). Dadurch entsteht eine besondere rechtliche Ebene für „Hypotheken“ und „Übertragungen“, die deutsche Juristen als vom deutschen Eigentumsbegriff verschieden ansehen .
Deutschland: Der Grundsatz von Treu und Glauben (§ 242 BGB) ist ein Eckpfeiler der Vertragsbeziehungen. 6
China: China geht noch einen Schritt weiter, indem es „Grüne Prinzipien“ und „Öffentliche Ordnung und gute Sitten“ betont. * Der Unterschied: Sieben chinesische Gerichte haben ein umfassenderes Mandat, in Verträge einzugreifen, wenn diese gegen „Ökologische Anforderungen“ (Artikel 9 des Zivilgesetzbuches) verstoßen – ein Konzept, das viel expliziter „umweltfreundlich“ ist als das traditionelle BGB.
Deutschland: Das Deliktsrecht ist primär auf Schadensersatz ausgerichtet. Strafschadenersatz ist im BGB grundsätzlich unbekannt. 8
China: Das neue Zivilgesetzbuch sieht Strafschadenersatz für bestimmte Bereiche vor, insbesondere für geistiges Eigentum und Umweltverschmutzung . 9
Der Unterschied: Ein deutsches Unternehmen, das in China geistiges Eigentum verletzt, könnte mit Schadensersatzforderungen konfrontiert werden, die weit über den tatsächlichen „Verlust“ des Klägers hinausgehen – ein Risiko, das nach deutschem Recht in gleicher Weise nicht besteht.
Deutschland: In der Regel genügt die Unterschrift eines Geschäftsführers , um ein Unternehmen rechtsverbindlich zu binden.
China: Das Firmensiegel (Chop) ist das ultimative Symbol der Autorität.
Der Unterschied: In chinesischen Rechtsstreitigkeiten wird ein Vertrag mit Unterschrift, aber ohne Siegel oft als „unbefugt“ angefochten. Deutsche Mandanten müssen verstehen, dass der „physische Stempel“ mehr Gewicht hat als die „Unterschrift einer Einzelperson“.
| Besonderheit | Deutsches Zivilrecht (BGB) | Chinesisches Zivilrecht |
| Land | Privateigentum | Staatliches/Kollektives Eigentum (Nur Nutzungsrechte) |
| Schadensersatz | Nur als Ausgleich | Kompensatorisch + Strafend (im Bereich IP/Umwelt) |
| Formalitäten | Schriftliche Unterschrift | Das offizielle Firmensiegel (Stempel) ist obligatorisch. |
| Datenschutz | DSGVO (Hohe individuelle Kontrolle) | PIPL (Hoher Fokus auf staatliche/nationale Sicherheit) |
| Umwelt | Implizit in verschiedenen Gesetzen | Das „Grüne Prinzip“ ist im Bürgerlichen Gesetzbuch kodifiziert. |
Bei der Präsentation gegenüber deutschen Kunden sollte betont werden, dass die Struktur zwar vertraut ist, die Ausführung jedoch lokal erfolgt.
Webtext-Idee: „Wir sprechen BGB, aber praktizieren PRC. Unsere Kanzlei hilft deutschen mittelständischen Unternehmen, ihre Erwartungen an das chinesische Rechtssystem anzupassen.“






























