Wenn eine WFOE (Wholly Foreign-Owned Enterprise) eine Fälschung (Patent-, Marken- oder Geschäftsgeheimnisverletzung) entdeckt, sieht das Gesetz drei verschiedene Rechtsmittelmöglichkeiten vor:
A. Administrative Durchsetzung (Der "Geschwindigkeits“-Weg)Maßnahme: Meldung an die Marktaufsichtsbehörde (MSA) oder den chinesischen Zoll .
Ergebnis: Razzia im Lager des Rechtsverletzers, Beschlagnahme der Waren und Verhängung von Verwaltungsstrafen.
Vorteil: Schnell und kostengünstig. Hervorragend geeignet, um einen Konkurrenten am Verkauf auf einer Messe zu hindern oder einen lokalen Markt zu räumen.
Maßnahme: Erstatten Sie Anzeige beim Amt für öffentliche Sicherheit (PSB) .
Schwellenwert: Nur für Fälschungen in großem Umfang (in der Regel Umsätze über 50.000 RMB).
Ergebnis: Verhaftungen, Gefängnisstrafen und die dauerhafte Zerstörung von Produktionsanlagen.
Vorgehensweise: Klage vor einem spezialisierten Gericht für geistiges Eigentum (Peking, Shanghai oder Guangzhou) erheben.
Ergebnis: Unterlassungsverfügungen und Schadensersatz.
Die entscheidende Neuerung 2026: Strafschadenersatz. Nach dem chinesischen Zivilgesetzbuch kann das Gericht bei einer „vorsätzlichen“ und „schwerwiegenden“ Rechtsverletzung das Ein- bis Fünffache des tatsächlichen Schadens zusprechen.
Der Konflikt: Die lokale chinesische Marke „Adivon“ (阿迪王) verwendete ein dreieckiges Logo und einen Namen, die Adidas extrem ähnlich waren. Jahrelang dominierten sie den Markt in kleineren Städten.
Das Ergebnis: Nach einem langwierigen Rechtsstreit erzielte Adidas eine Einigung, in deren Rahmen Adivon gezwungen wurde, seine Markenrechte an Adidas zu übertragen und die Verwendung des Namens und Logos „Adivon“ vollständig einzustellen.
Rechtliche Lehre: Beharrlichkeit zahlt sich aus. Chinesische Gerichte erkennen mittlerweile an, dass „verwechslungsähnliche“ Marken die Marktordnung beeinträchtigen, selbst wenn es sich nicht um exakte Kopien handelt.
Der Konflikt: Ein Chinese ließ die Marken „Kobe“ und „KB-KOBE“ für Koffer und Geldbörsen eintragen. Nike (als Vertreter der Markenrechte von Kobe Bryant) klagte auf Löschung dieser Marken.
Das Ergebnis: Obwohl Nike anfänglich einige Runden verlor, weil der Markensquatter sich in Klassen registrierte, die Nike nicht nutzte, haben jüngste Urteile den Schutz der „bekannten Marke“ gestärkt .
Rechtliche Lektion: Wenn Ihre Marke „bekannt“ ist, können Sie Anmeldungen in Kursen blockieren, in denen Sie gar nicht tätig sind.
Der Konflikt: Ein chinesisches Unternehmen verwendete absichtlich die Marke „3M“ auf reflektierendem Klebeband. Es weigerte sich, dem Gericht Finanzunterlagen vorzulegen.
Ergebnis: Der Oberste Volksgerichtshof verhängte einen Strafschadenersatz und sprach 3M über 500.000 US-Dollar zu – ein Betrag, der die gesetzliche Höchstgrenze überstieg –, da die Rechtsverletzung „böswillig“ gewesen sei.
| Schritt | Aktion | Warum das wichtig ist |
| 1. Beweissicherung | Führen Sie „notariell beglaubigte Einkäufe“ (公证购买) durch. | Gerichte akzeptieren nur Beweismittel, die von einem chinesischen Notar beglaubigt wurden. |
| 2. Vermögenssperre | Antrag auf „Immobilienerhaltung“ stellen. | Das Bankkonto des Rechtsverletzers muss eingefroren werden, bevor er das Geld verstecken kann. |
| 3. Zollaufzeichnungen | Registrieren Sie Ihr geistiges Eigentum beim chinesischen Zoll. | Sie werden gefälschte Exporte an der Grenze abfangen, bevor diese den Weltmarkt erreichen. |
| 4. Technische Prüfung | Bei Patentverletzungen sollten Sie einen zertifizierten Gutachter beauftragen. | Nur ein präziser technischer Vergleich kann im Jahr 2026 einen Patentstreit gewinnen. |
„Im Jahr 2026 ist die beste Verteidigung ein starker Angriff. Schicken Sie nicht nur ein Unterlassungsschreiben; untermauern Sie es mit einer Sicherungsanordnung, um den Rechtsverletzer dort zu treffen, wo es weh tut – in seinem Bankkonto.“






























