welche Fälle praktizierenden Anwälten anvertraut werden müssen.

Gemäß dem Anwaltsgesetz, dem Strafprozessrecht und den einschlägigen Verordnungen müssen die folgenden Geschäfte vor ihrer Ausführung praktizierenden Rechtsanwälten (oder von der Prozesskostenhilfe bestellten Rechtsanwälten) anvertraut werden:

1. Strafverteidigung & Rechtsbeistand

Dies ist das exklusivste Rechtsgebiet.

Rechtliche Unterstützung im Ermittlungsverfahren: Nach Einleitung von Zwangsmaßnahmen gegen den Verdächtigen (wie Inhaftierung und Verhaftung) darf nur ein zugelassener Rechtsanwalt den Verdächtigen treffen, den Fall verstehen und einen Bürgen bis zum Prozess beantragen. Nicht zugelassene Personen haben keinen Zutritt zur Haftanstalt.

Strafverteidigung: Obwohl nahe Verwandte als Verteidiger fungieren können, sind ihre Rechte (wie das Recht auf umfassende Befragung, unabhängige Ermittlungen und Beweissicherung) stark eingeschränkt. In Fällen von Prozesskostenhilfe oder Strafverfahren mit Minderjährigen oder Menschen mit Behinderungen müssen Anwälte hinzugezogen werden.

Exklusivrechte: Nur Anwälte, die über die „drei Zertifikate“ (Anwaltszulassung, Vollmacht, offizielles Schreiben der Anwaltskanzlei) verfügen, können sich direkt treffen.

2. Zugang zu eingeschränkten amtlichen Aufzeichnungen

Normale Bürger und Juristen (ausgenommen Mitarbeiter von Rechtshilfeeinrichtungen an der Basis) sind bei der Untersuchung und Beweissammlung stark eingeschränkt.

Informationen zur Bevölkerungslage/Anmeldeinformationen: Rechtsanwälte können die Meldeinformationen des Angeklagten (für die Einreichung einer Klage) von der Polizeibehörde mit Hilfe ihrer Zulassungsbescheinigung und Kanzleibescheinigung erhalten.

Originale Gewerbeanmeldung: Nur Anwälte haben Zugang zu nicht-öffentlichen Teilen des Firmenarchivs, wie der Original-Kapitaleinlagebescheinigung und dem Gesellschafter-Anteilsverpfändungsvertrag, aus dem hervorgeht, dass das Kapital wahrheitsgemäß eingezahlt wurde.

Detaillierte Recherche in Immobilienarchiven: In vielen Städten können nur Anwälte detaillierte Originalurkunden über die Grundbucheintragung von Immobilien auf den Namen einer anderen Person abrufen.

3. Anerkennung und Vollstreckung grenzüberschreitender Urteile/Schiedssprüche

Obwohl das Gesetz keinen Anwalt vorschreibt, ist es in der Praxis aufgrund der Einbeziehung des Haager Übereinkommens, von Rechtshilfeabkommen und komplexer Zuständigkeitsstreitigkeiten für Nicht-Fachleute nahezu unmöglich, diese Angelegenheit zu regeln.

Exklusive Professionalität: beinhaltet die Kontaktaufnahme mit ausländischen Justizbehörden und die Erstellung von Rechtsgutachten, wobei Gerichte in der Regel nur Gutachten von Rechtsanwälten mit entsprechender Berufszulassung akzeptieren.

4. Börsennotierung und Finanzspezialisierung für börsennotierte Unternehmen

Im Bereich der Kapitalmärkte stellen die beruflichen Qualifikationen von Anwälten die rechtliche Eintrittsvoraussetzung dar.

Rechtsgutachten für den Börsengang: Unternehmen, die einen Börsengang planen, müssen eine Anwaltskanzlei beauftragen, die ein Rechtsgutachten erstellt, das von mindestens zwei zugelassenen Anwälten unterzeichnet und abgestempelt sein muss. Ohne diese Unterschrift wird die chinesische Wertpapieraufsichtsbehörde den Antrag nicht annehmen.

Umstrukturierung größerer Vermögenswerte: Finanzaktivitäten wie Unternehmensfusionen und -übernahmen, Anleiheemissionen usw. müssen einer Compliance-Prüfung durch Anwälte unterzogen werden.

Insolvenzverwalter: Nur Anwaltskanzleien (oder Wirtschaftsprüfungsgesellschaften), die in die Liste des örtlichen Gerichts aufgenommen wurden, können als Insolvenzverwalter fungieren.

5. Gesetzliche Vertretung im Rahmen des Sonderstatus

Stellvertreter bei Strafverfahren gegen Jugendliche: Wenn ein jugendlicher Verdächtiger keinen Verteidiger bestellt hat, schreibt das Gesetz die Bestellung eines praktizierenden Rechtsanwalts vor.

In Fällen, die Staatsgeheimnisse betreffen, dürfen nur Anwälte, die bestimmte Verfahren durchlaufen haben und über eine Zulassung zur Anwaltschaft verfügen, intervenieren; zudem ist die Zustimmung der Aufsichtsbehörden erforderlich.

6. Zeugenaussage eines Anwalts

Obwohl Notariate Beglaubigungen vornehmen können, hat der „Rechtszeuge“ einen besonderen Rechtsstatus bei der Ausführung von Handelsverträgen und der Errichtung von Testamenten.

Exklusive Wirksamkeit: Die Zeugenaussage eines Anwalts ist die Bestätigung der Echtheit von Tatsachen durch zwei Anwälte. Im Vergleich zu Zeugenaussagen von Laien ist die Beweiskraft der Aussage eines Anwalts vor Gericht extrem hoch, und Anwälte tragen eine hohe berufliche Verantwortung.